Montag, 29.06.2026

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Montag, 29. Juni 2026

Es ist heute genau auf den Tag ein Jahr her, dass ich Mitarbeitende, Aktionäre, Freunde, Bekannte und alle anderen stakeholder darüber in Kenntnis gesetzt habe, meine Tätigkeit für die Aluminiumwerk Unna AG zu beenden. Was war geschehen? Einige wenige Tage zuvor und damit ganz kurz vor dem Ablauf meiner bis dato gültigen Berufung in den Vorstand erreichte mich der Ruf des Aufsichtsratsvorsitzenden der Aluminiumwerk Unna AG für drei weitere Jahre als Vorstand die Entwicklung der Gesellschaft weiter mit voran zu treiben. Verbunden war diese Berufung mit einem Serviceangebot, zu deutlich verbesserten Konditionen der Gesellschaft verbunden zu bleiben. Ein auch im Nachhinein wirtschaftlich höchst erfreuliches Angebot, das für mich auch ein klares „Schulterklopfen – gut gemacht!“ beinhaltete.

Ursprünglich wollte ich der Gesellschaft seit Ende 2018 nur für zwei Jahre aushelfen, wieder gesunde Strukturen zu schaffen, eine ernste negative wirtschaftliche Entwicklung abzuwenden und dringend notwendige Investitionen in Infrastruktur und Maschinenpark vorzunehmen sowie in die Entwicklung der Stammbelegschaft zu investieren. Dann kam Corona, der russische Invasionskrieg mit den Turbulenzen an den Energiemärkten und dann das politische grüne Klimachaos, welches mich bewog, Jahr für Jahr doch noch dabei zu bleiben und nach Kräften zu helfen.

Mit den wirtschaftlichen Erfolgen der letzten Jahre hat sich der Erfolg wieder seine wahre Heimat gesucht. Ein Team kluger und motivierter Menschen, die in der Gruppe die Last der Leitung des Unternehmens außergewöhnlich erfolgreich schultern. Begleitet von einem Ankeraktionär, welcher bis zum heutigen Tage das Unternehmen nicht durch Ausschüttungen belastet hat, formt die Gemengelage, die nachhaltiges erfolgreiches Wirtschaften möglich macht.

Mit nunmehr 61 Jahren Lebensalter möchte ich noch etwas Neues machen, mich nicht einfach so ins gemachte Nest setzen und ab jetzt Projekte anstoßen, deren Ergebnisse schnell, vielfach auch sehr schnell sichtbar werden. Die Projekte für die nächsten Jahre in der Aluminiumwerk Unna AG sind dem Grund nach bereits identifiziert und werden Stück für Stück umgesetzt. Durch die begrenzte Anzahl an Menschen, die bei diesen Projekten mittun im Verhältnis zur Gesamtzahl der Projekte war absehbar, dass das von mir gewünschte Tempo der Verbesserungen und Umstrukturierungen nicht hätte umgesetzt werden können, beziehungsweise die immer gleichen, jetzt schon brutal belasteten, KollegInnen unter noch größeren Druck gesetzt würden.

Ich betrachte die Entwicklung meiner alten Firma als aktiver Kleinaktionär genau und freue mich mit den nun Ex-KollegInnen über die tolle Reise, auf der dieses Unternehmen unterwegs ist.

Für mich startet am 01. Juli 2026 nach dann 12 Monaten der Selbstreflexion eine neue Phase beruflichen Tuns mit den Schwerpunkten der Effizienzberatung und vor allem mein geliebtes Dasein als aktivistischer Gesellschafter an unseren Beteiligungen.

Verfolgen Sie die Entwicklung unserer kleinen Familiengesellschaft weiter. Von Zeit zu Zeit halten wir Sie über die aktuellen Projekten an dieser Stelle auf dem Laufenden.

Glück Auf!

Über den Autor
Bild von Volker Findeisen

Volker Findeisen

Volker Findeisen hat nach dem Maschinenbaustudium an der Ruhr-Universität Bochum seine Karriere 1990 bei der VAW aluminium AG in Bonn begonnen, wo er seine Leidenschaft für den Werkstoff Aluminium entdeckte. Es folgten verschiedene Stationen in der Aluminium- und Automobilindustrie, unter anderem in Unna und Wachtberg. 2015 gründete er gemeinsam mit seiner Familie die Familien GmbH, die er seither erfolgreich ausgebaut hat. 2018 übernahm seine Frau die Geschäftsführung, während seine Tochter beruflich nach Berlin ging. 2018 kehrte er nach Unna zurück, steigerte den Umsatz auf über 120 Mio. Euro und stabilisierte die Rentabilität. Ab Juli 2025 nimmt er wieder neue berufliche Herausforderungen an.